Unsere Leistungen für Ihr Unternehmen



Unternehmensfinanzierungen

Unternehmensfinanzierung stellt die Planung und Durchführung aller Aufgaben dar, die mit dem finanzwirtschaftlichen Bereich des Unternehmens befasst sind. Sie ist nur eine der drei Teildisziplinen des finanzwirtschaftlichen Spezialgebietes Corporate Finance und hat im Wesentlichen zwei Aufgaben: Kapitalbeschaffung und Liquiditätssicherung. Kapitalanlageentscheide umfassen die langfristige Auswahl der Projekte, in die investiert werden soll, mit der Fragestellung, ob diese Projekte mit Eigenkapital und/oder mit Fremdkapital finanziert werden und ob und wann Dividenden an die Anteilseigner gezahlt werden sollen.

Die kurzfristigen Entscheidungen der Corporate Finance werden als Working Capital Management (Arbeitskapital) bezeichnet und beschäftigen sich mit dem Management des Umlaufvermögens (current asset) und der kurzfristigen Verbindlichkeiten (current liabilities), wobei dem Liquiditätsmanagement, der Optimierung der Kapitalbindung im Lager und den kurzfristigen Schulden und Geldanlagen besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Exportfinanzierungen

Darunter versteht man alle Finanzierungsmaßnahmen, die von einem Exporteur zu organisieren sind, um die Produktion der Exportgüter vorab zu ermöglichen bzw. die Risiken im Auslandsgeschäft zu verringern oder auszuschalten. Hierzu gehören die Beschaffung von Fremdkapital über Anzahlungen oder Bankkredite sowie alle weiteren Maßnahmen und Zahlungsbedingungen, die im Export üblich sind: Kasse gegen Dokumente (Verladedokumente werden vom Exporteur bei seiner Bank mit Inkassoauftrag eingereicht und zur Bank des Importeurs weitergereicht. Gegen Zahlung erhält der Importeur die Dokumente und damit die Ware), weitere Konstruktionen sind Akkreditiv, AkA-Kredite, Akzept-Kredit, Aval-Kredit, Factoring im Export, Forfaitierung, GEFI-Kredite, HERMES-Kreditversicherung, Kurssicherungs-Geschäft (Devisenterminhandel) und Rembourskredit.

Einkaufs- und Warenfinanzierungen

Einkaufsfinanzierung ist eine Dienstleistung, die Unternehmen, die Waren oder Rohstoffe für ihre Produktion oder Leistungserbringung benötigen, ein professionelles Outsourcing des Einkaufs ermöglicht. Dabei agiert der Dienstleister einerseits als Zwischenhändler, weil er die Ware auf Geheiß des Warenkäufers erwirbt und andererseits als Finanzierer, weil er dieses Handelsgeschäft vorfinanziert, bis ihn der Warenkäufer bezahlt. Finanziert werden vornehmlich Vermögensgegenstände, die nur kurzfristig bilanziell aktiviert werden (Umlaufvermögen), also Waren, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe oder fertige/unfertige Erzeugnisse.

Einkaufsfinanzierung setzt genau dort an, wo die Unternehmen immer Probleme haben – bei der Finanzierung des wachsenden Umsatzes. Unkompliziert wird im Regelfall ein Rahmen zur Verfügung gestellt, der immer wieder ausgenutzt werden kann. Es werden damit nicht nur die Sicherheiten geschont, sondern auch das Rating verbessert. Zudem schafft es Vertrauen bei Investoren, Lieferanten und Mitarbeitern, weil die Reserven nur noch im Notfall und nicht mehr im Wachstumsprozess verwendet werden müssen.

Auftragsfinanzierungen

Auftragsfinanzierung bezeichnet die Beschaffung von Finanzmitteln zur Deckung von Auszahlungsüberhängen, die aus zeitlichen und/oder betragsmäßigen Diskrepanzen bei Anfallen auftragsbezogener Ein- und Auszahlungen resultieren. Es betrifft Maßnahmen, die mit der Finanzierung eines Auftrages verbunden sind. Dazu zählen insbesondere die Auswahl und Einschaltung von Kreditunternehmen, mit deren Hilfe eingeräumte Zahlungsziele refinanziert werden, sowie die Beschaffung von Kreditversicherungen, die häufig Voraussetzungen für die Kreditvergabe von Banken sind.

Projektfinanzierungen

Unter dem Begriff Projektfinanzierung wird die Finanzierung einer wirtschaftlich und zumeist rechtlich abgrenzbaren, sich selbst refinanzierenden Wirtschaftseinheit von begrenzter Lebensdauer verstanden. Die Projektfinanzierung stellt damit ein Gegenentwurf zum klassischen Unternehmenskredit (Corporate-credit-rating-based-financing) dar. Die Finanzierungsmittel werden demnach weder in der klassischen Form der auf die Bonität des Bestellers gerichteten Auftragsfinanzierung noch in Form einer projektbezogenen und direkt auf die Bonität der beteiligten Investoren abzielenden Finanzierung aufgebracht, sondern in Abhängigkeit von der erwarteten Projektwirtschaftlichkeit bereitgestellt.
Typischerweise besitzt eine Projektfinanzierung die nachfolgend erläuterten Merkmale, auf die hier nicht näher eingegangen wird:
  • Cash-flow-orientierte Kreditvergabe (Cash-flow-related-lending)
  • Explizite Risikoteilung (Risk-sharing)
  • Bilanzexterne Finanzierung (Off-balance-sheet-financing)

Factoring

Factoring ist als Finanzdienstleistung eine Finanzierungsquelle für mittelständische Unternehmen, die deren umsatzgleicher Betriebsmittelfinanzierung dient. Durch echtes Factoring verkürzen sie ihre Bilanz um Forderungen und Verbindlichkeiten und verbessern ihre Liquiditätssituation und Eigenkapitalquote. Außerdem werden sie von den administrativen Aufgaben des Debitorenmanagements befreit. Beteiligte sind der Lieferant (Kreditor), der seine „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“ an einen Factor (Kreditinstitut, insbesondere Factor-Bank) verkauft und der Forderungsschuldner (Debitor; dieser wird auch Anschlusskunde, Anschlussfirma, Klient oder Anwender genannt).

Leasing/Mietkauf

Leasing

Beim Leasing überlässt der Leasing-Geber dem Leasing-Nehmer einen Leasing-Gegenstand zur Nutzung. Hierfür hat der Leasing-Nehmer ein vereinbartes Entgelt in Form einer monatlichen Leasing-Rate zu bezahlen. In der Regel bleibt der Leasing-Geber rechtlicher und wirtschaftlicher Eigentümer dieses Leasing-Gutes und nimmt den Gegenstand in seine Bilanz auf. Nach Ablauf des Leasing-Vertrages geht der Gegenstand wieder an den Leasing-Geber zurück oder kann vom Leasing-nehmer oder einem Dritten käuflich erworben werden.

Bei einem die steuerrechtlichen Bestimmungen erfüllenden Leasingvertrag ist das Objekt dem Leasinggeber wirtschaftlich zuzurechnen. Die Leasingraten sind in voller Höhe die monatlich ansetzbaren Kosten eines gewerblichen Leasingnehmers, der das Objekt weder als Anlagevermögen ausweist, noch Dauerschulden aus dessen Finanzierung bilanzieren muss.

Mietkauf

Der Mietkauf ist ein Mietvertrag, bei welchem dem Mieter vom Vermieter das Recht eingeräumt wurde, innerhalb einer bestimmten Frist durch einseitige Erklärung die gemietete Sache käuflich zu erwerben. Nach deutschem Recht erfolgt der spätere Kauf zu einem vorher bestimmten Preis unter Anrechnung der bis dahin gezahlten Mieten. Vor der Erklärung findet auf den Vertrag das Mietrecht Anwendung, danach handelt es sich um einen Kaufvertrag, auf den Kaufrecht angewandt wird. Mietkauf ist aus steuerlicher Sicht nicht unbedingt gleichbedeutend mit Leasing.

Bei einem Mietkauf geht das wirtschaftliche Eigentum sofort auf den Käufer über. Das macht eine Aktivierung im Anlagevermögen notwendig. Das juristische Eigentum geht in der Regel nach der Zahlung der letzten Rate an den Käufer über. Somit ist der Mietkauf eher mit einer Ratenzahlung vergleichbar als mit einem klassischen Leasingvertrag.

Sale und Lease Back

Sale-Lease-Back und Sale-and-Buy-Back sind Bezeichnungen einer speziellen Form des Leasings, bei der zum Beispiel ein Unternehmen eine Immobilie oder auch Mobilie an eine Leasinggesellschaft verkauft und sie zur weiteren Nutzung gleichzeitig wieder zurück least oder ratenweise zurückkauft.

Vorteil von sale-and-lease-back für das Unternehmen ist das Aufdecken von sogenannten stillen Reserven im Anlagevermögen.

Durch den Kaufpreis kann das Unternehmen Kapital freisetzen und erhöht kurzfristig seine Liquidität, kann das Objekt aber weiterhin nutzen.

Finanzierung im Schutzschirmverfahren nach ESUG

Wir haben Partnerschaften mit institutionellen und privaten Investoren, deren Fokus auf Sondersituationen ausgerichtet ist. Im Bereich der Finanzierung im Schutzschirmverfahren nach ESUG (Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) unterstützen wir Sie umfassend:
  • Ermittlung des Finanzierungsbedarfs
  • Evaluierung alternativer Finanzierungsformen, z.B. Factoring oder ‚Sale & Lease Back‘
  • Präsentation des Unternehmens im Hinblick auf mögliche Finanzierungen
  • Begleitung der Verhandlungen
Vorteile
  • Erhöhung der Liquidität durch alternative Finanzierungsformen
  • Professionelle Erstellung der erforderlichen Unterlagen und Betreuung
  • Zugang zu einem großen Netzwerk institutioneller und privater Investoren

Finanzierungen mit Nutzung möglicher Förderungen

Fördergelder sind finanzielle Mittel, die meist von Institutionen für Investitionen oder innovative Ideen und Konzepte zur Verfügung gestellt werden. Die finanzielle Förderung gibt es in unterschiedlichen Varianten. Die gebräuchlichste ist die Unterstützung in Form eines Kredites.

Eine weitere gebräuchliche Variante ist die Subvention. Die Förderung erfolgt auch hier meist finanziell, aber eine Rückzahlung wird nicht vereinbart. Solche Förderungen gibt es häufig, um bestimmte Technologien einzuführen, z.Bsp. im Bereich „Erneuerbare Energien“.

Der Erhalt von Fördergeldern ist an Auflagen und strenge Regeln gebunden. Die Voraussetzungen für die Förderung sind meist eng definiert und ausführlich nachzuweisen.

Am meisten verbreitet ist die Förderung durch den Staat, wie zum Beispiel die Europäische Union, die Bundesländer, Städte und Gemeinden. Zusätzlich gibt es Institutionen, auch private Institutionen, die unabhängig von staatlichen Behörden verschiedene Finanzmittel zur Verfügung stellen.

Kreditversicherungen

Unter einer Kreditversicherung wird die Versicherung des Lieferantenkredits verstanden. Es gibt verschiedene Arten von Kreditversicherungen. Die bekannteste ist die Warenkreditversicherung, die eine Kreditversicherung im engeren Sinne darstellt, da der Versicherungsnehmer auch der Begünstigte im Schadensfall ist. Kreditversicherungen im weiteren Sinne sind die Vertrauensschadenversicherung und die Kautionsversicherung. Bei der Warenkreditversicherung (auch als Delkredere-Versicherung oder Forderungsausfall-Versicherung bezeichnet) ist der Ausfall von Forderungen bei Warenlieferungen oder Dienstleistungen Gegenstand des Versicherungsschutzes, weshalb sich in den letzten Jahren immer mehr der Begriff Forderungsausfallversicherung etabliert hat. Hier sichert sich der Kreditgeber ab.

Einzelrisiko

Im Falle dass ein Lieferant einen einzelnen Kunden auf deren Zahlungen garantieren muss.

Auswahl

Im Falle dass ein Lieferant eine Auswahl von Kunden auf deren Zahlungen garantieren muss. 

Reverse

Im Falle dass ein Kunde Zahlungsziele von einem Lieferanten benötigt und diese durch eine Bürgschaft garantieren muss.

Top Up

Im Falle dass ein Lieferant mit aktiver Zahlungsversicherung seitens einer anderen Versicherung Maximalbeträge einzelner Kunden erhöhen möchte.

Ganzer Umsatz

Im Falle dass ein Lieferant alle Kunden seiner Aktivität auf deren Zahlungen garantieren muss. Schaden über eine selbst gewählte Versicherungssumme Der Kunde trägt das strukturelle und vorhersehbare Ausfallsrisiko, von dem er annimmt, dass er es selbst ausgleichen könnte. Bei außergewöhnlichen und unvorhersehbaren Verlusten, die die finanzielle Gesundheit oder gar das Bestehen des Unternehmens gefährden springt die Deckung ein.

Bürgschaften

Die Bürgschaft ist ein einseitig verpflichtender Vertrag, durch den sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten (des so genannten Hauptschuldners) verpflichtet, für die Erfüllung der Verbindlichkeiten des Dritten einzustehen. Der Gläubiger will sich durch die Bürgschaft für den Fall einer Zahlungsunfähigkeit seines Schuldners absichern.

Bürgschaften-Anzahlungsbürgschaften-

Falls ein Lieferant eine Anzahlung oder Vorauszahlung erhält, wobei diese vom Lieferanten mit einer Bürgschaft unterlegt werden muss.

Bürgschaften-Erfüllungsbürgschaften-

Im Falle dass eine Lieferant den positiven Ausgang eines Geschäftes verbürgen muss.

Bürgschaften-Gewährleistungsbürgschaften-

Im Falle dass ein Lieferant die Funktion oder Güte einer produzierten Ware über einen gewissen Zeitraum durch eine Bürgschaft unterlegen muss.

Gewerbliche Mietbürgschaften

Bürgschaften decken langjährige Mietverträge auf deren Einhaltung ab.

Kautionen -Kommerzielle Zahlungsbürgschaften-

Wenn ein Kunde eine Finanzierung gegenüber einem spezifischen Vertragsobjekt garantieren muss.

Kautionen -Finanzielle Zahlungsbürgschaften-

Wenn ein Kunde eine Finanzierung gegenüber einer Bank in Bezug auf ein spezifisches Vertragsobjekt garantieren muss.